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WILLKOMMEN BEIM
VERBAND SCHWEIZERISCHER FISCHZUCHTER

Der Beruf des Fischzüchters lässt sich bis ins vorchristliche Zeitalter zurück verfolgen. Bei den produzierten Fischen handelte es sich vor allem um karpfenartige und lebendgebärende, aber auch teilweise um die Eier legenden Fischarten, die ihren Laich am Schilf oder an Aesten befestigten. Daneben wurden auf ähnliche Art auch Frösche gezüchtet. Deshalb bestand damals die Arbeit der Fischzüchter vor allem darin, die natürliche Brut zu schützen oder einzusammeln und den Fischen optimale Futterbedingungen zu schaffen. Dies wurde dadurch erreicht, dass Wiesen zuerst stark gedüngt und dann überflutet wurden. Durch die Sonneneinstrahlung bildete sich Plankton, das natürliche Futter für die ausschlüpfende Brut der vorher eingesetzten Muttertiere. Bei den planzenfressenden Tilapias wurde Grünzeug verfüttert. In Ländern und Gegenden, in denen das benötigte Wasser nicht von Flüssen bezogen werden konnte, wurden einfach natürliche Senken nach den jeweiligen Regenzeiten mit Muttertieren oder Jungfischen besetzt. Diese Art der Fischzucht hat sich bei uns bis in die heutige Zeit gehalten.

Den eigentlichen Aufschwung erhielt die Fischproduktion aber erst mit der Erfindung der künstlichen Befruchtung und Erbrütung der lachsartigen Fische. Siehe dazu "Geschichte der Fischzucht". Heute ist der Beruf eines Fischzüchters ein anspruchsvoller Beruf für Allrounder, welche gern in der Natur arbeiten und nicht dauernd auf die Uhr schauen. Er muss nicht nur die Kunst der eigentlichen Zucht beherrschen, sondern auch den Fischtransport von lebenden Fischen. Für den Unterhalt der Schleusen und Teiche muss er gute handwerkliche Eigenschaften besitzen, denn bei Hochwasserschäden, Dammbrüchen, Leitungsschäden oder Stromausfällen kann man nicht auf die Handwerker warten. Diesen Anforderungen und Umständen ist es sicher auch zuzuschreiben, dass sich heute nur noch wenige junge Leute bereit finden, diesen Beruf zu ergreifen. Meist handelt es sich um die Jungen der bestehenden Fischzuchtbetriebe. Dies wiederum ist der Grund, dass es in der Schweiz keine Berufsschule für Fischzüchter gibt. Es hat sich aus dieser Situation folgende Ausbildungspraxis ergeben:

Die eigentliche praktische Ausbildung erfolgt in der Schweiz bei einem diplomierten Fischzüchter. Die nötige Schulbildung muss sich der Lehrling in einer Fortbildungsschule aneignen und in Starnberg werden in jährlichen Kursen sogenannte Zwischenprüfungen gemacht, um dann nach einer Lehrzeit von mind. 3 1/2 Jahren die Prüfung zum Fischwirt ablegen zu können. (mind. 3 Laichperioden). Der VSF hat für diese Seite unter "Links" einige Zulieferer aufgeführt, welche den ganzen Fischzuchtbedarf praktisch abdecken. Unsere praktischen Erfahrungen und Ratschläge sind nur noch unseren Mitgliedern vorbehalten, da sich die bestimmenden Bundesinstanzen und leider auch der SFV nicht gerade kooperativ gegenüber den Berufs- Fischzüchtern verhalten haben.Dies obwohl vor über 150 Jahren die Züchter die Fischzucht "erfunden" haben und vor 100 Jahren auch den Schweizerischen Fischereiverband gegründet haben. Der Moor hat offenbar seine Schuldigkeit getan!

Um den interessierten Kreisen einen Einblick in die Bemühungen des VSF für die freie Bewirtschaftung der Gewässer zu geben, folgen an dieser Stelle Auszüge aus Eingaben und Stellungsnahmen der letzten Jahre an die Behörden. Achten Sie bitte auf die Daten und urteilen Sie selbst, welche Aussagen sich seit dieser Zeit bewahrheitet haben! Sie werden dann unschwer erkennen, wer in Wirklichkeit für die heutigen Zustände in der Fischerei verantwortlich ist.