Verband Schweizer Fischzüchter


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Medien

INFO'S

Telemetrische Fisch-Verhaltungsforschung im Rontal (Ebikon/Luzern)

Ein EAWAG-Forschungsprogramm unter Leitung von Armin Peter,EAWAG
(Ausführlicher Bericht im "Rontaler -Anzeiger" vom 6. April 2000)

Seit Anfangs 1999 wird an der Ron, einem kanalisierten ehemaligen Abwassergewässer eine Studie der EAWAG betrieben. In der Studie Lopez wird das Wanderverhalten der Fische untersucht. Einen Auftraggeber für diese Studie zur Grundlagenforschung an Fischen gibt es nicht, sie ist ein Teil des EAWAG-Forschungsprogrammes, es wird also schlussendlich vom Steuerzahler berappt.

Für diese Studie wurde einer gewissen Anzahl Fischen operativ Sender eingepflanzt. Diese Sender haben eine Grösse von 4x1.5 cm bei dem einen Typ und 20x6 mm beim anderen Typ. Sie haben etwa eine Lebensdauer von 90 Tagen bis zu 2 Jahren, sofern dies auch die Fische so lange aushalten!

Der Student Martin Lopez, Kolumbien unternahm im Winter98/99 hunderte von Anpeilungen, und verfasste daraus seine Diplomarbeit.
Seit Mai 1999 wurden diese Messungen dann durch die technische EAWAG-Mitarbeiterin Brigitte Germann-Arnold weitergeführt, wofür gesamthaft 29 Alet und 7 Nasen mit Sendern ausgerüstet wurden.
Ueber die Anzahl der dabei eingegangenen Fische ist nichts bekannt!

Die Forscher wollen mit diesen Versuchen das Wanderverhalten der Fische registrieren. Auf Anfrage erklärte Projektleiter Armin Peter: <<Ich bin sicher, dass sich aus dieser Studie wichtige Schlüsse ziehen lassen, die für die Revitalisierung der Gewässern für die fischereiliche Bewirtschaftung und zum Schutze gefährderter Fischarten wertvolle Hilfe leisten.
Es ist ein Beitrag zur Autökologie (Selbst- oder Naturökologie) wenig bekannter und erforschter Fischarten und derer Habitats- (Tier-Wohngebiet) und Bewegungsnsprüche.>>

Kommentar des VSF-Präsidenten Rolf König:

Hier wird mit einem geschätzten Aufwand von rund 300'000 Franken nicht nur versucht das Rad neu zu erfinden, sondern auch noch der Versuch unternommen, die zum Teil katastrophalen Ergebnisse der bisherigen EAWAG-Revitalisierungsprojekte zu untermauern. (Arbeits und Bedürfnis-Beschaffungsprogramme!)
Projektleiter Dr.Armin Peter ist auch der Verfasser der sehr umstrittenen Studie über das Verhalten der Regenbogenforellen und Auslöser des Regenbogen-Verbotes in der Schweiz.
Herr Peter ist aber ein fischereilicher Autodidakt, der seinerzeit auf Kosten der Steuerzahler diese Studie erstellen konnte, welche ihm in der Folge, Dank der Unkenntnis der Vorgesetzten, den Doktortitel und seine heutige Position als "Fischerei-Wissenschafter" einbrachte.
Dies ist auch der Hauptgrund für die Tatsache, dass die EAWAG in all ihren Projekten keine praktizierenden Fachleute, sprich Fischzüchter, weder beigezogen noch angehört hat.
Es ist bezeichnend für unsere Wissenschafter, dass sie nicht in der Lage sind, die praktizierenden Fachleute von ihren Thesen mit handfesten Beweisen zu überzeugen. Deshalb scheuen sie die Fischzüchter, wie der Teufel das Weihwasser.

Es ist deshalb zu hoffen, dass die Steuerzahler solchen Projekten in Zukunft ihre materielle Unterstützung versagen werden.



Fischereiverband des Kantons Luzern FKL

Man wirft einfach alles ins Klo . . . !

<<Man wirft einfach alles ins Klo, damit ist das Gewissen gereinigt und die ARA überfordert.>> Mit dieser ironischen Feststellung kritisiert Josef Kreyenbühl, Präsident des Fischereiverbandes des Kantons Luzern, den sorglosen Umgang mit Chemikalien und Medikamenten, zu Lasten der Fische und der Gewässer.

Im Jahresbericht 1999 des Fischereiverbandes kommt Kreyenbühl auf die grossen Naturkatastrophen Schneewinter, Hochwasser im Frühjahr und Sturm Lothar zu sprechen.
<<Das Jahr 1999 hat mit ganzer Kraft gezeigt, dass für den Menschen nicht alles machbar und kontrollierbar ist. Immer wieder glaubt der Mensch, er könne die Natur steuern oder überlisten, was sich früher oder später als Täuschung herausstellt.>>
<<Ich denke an die übertriebene Düngung in der Landwirtschaft, unseren extremen Hygienefimmel oder die riesige Produktion von chemischen Mitteln.>>
<<Vor allem letztere sind für die Fische, für den Lebensraum Wasser eine zunehmende Gefahr. Das ist um so schlimmer, weil es bereits heute 50'000 chemische Produkte gebe und fast täglich neue dazu kämen.>>
<<Mit der Entsorgung chemischer Stoffe und Medikamente gehen weite Teile der Bevölkerung sorglos um>>, was für den Lebensraum Gewässer eine existenzielle Bedrohung sei.
Kreyenbühl äusserte diese Gedanken, weil sich der Fischerei-Verband als Lobby für die Fische und generell dem Lebensraum Wasser versteht.



1697 Fischvergiftungen im Jahre 1999

MTW-Sendung im Schweizer Fernsehen vom 7.April 2000

An einem Fallbeispiel vom Sagenbach in Rickenbach, LU wurde Fischereiverwalter Josef Muggli und Fischereiaufseher Philipp Amrein an der frustrierenden Arbeit der Schadenserhebung anlässlich einer Fischvergiftung gezeigt.
Sendung vom 06.04.2000 auf SF 1
Vergiftete Fische Jeden zweiten Tag ein Fischsterben in der Schweiz
Während Umweltkatastrophen, wie jene in Rumänien und Ungarn (zu recht) auch bei uns für Schlagzeilen sorgen, geht beinahe vergessen, dass auch in der Schweiz Fischsterben keine Seltenheit sind: Durchschnittlich jeden zweiten Tag wird bei uns ein solches Ereignis registriert! Häufigste Ursache ist nach wie vor das unsachgemässe Ausbringen von Jauche. Den Landwirten drohen seit zwei Jahren härtere Strafen: Schon Fahrlässigkeit genügt zur Kürzung der Direktzahlungen. MTW ist mit dem Fischereiverwalter des Kantons Luzern unterwegs.

Auf die Frage nach der Dauer der Wiederherstellung bemerkte Fischereiaufseher Philipp Amrein: <<Nach dem Aussetzen von Fischbrut dauert es mindestens 3 Jahre, bis die eingesetzten Forellen fangfähig sind.>>

Dem ist nur noch anzufügen, dass es mit der Einsetzung von Brut ja nicht gemacht ist, weil bei einer Vergiftung auch die Mikrofauna und Nahrung der Brutfische vernichtet wird.
Ausserdem wird damit ja nur eine Generation Fische ersetzt wird, obwohl bei einer Vergiftung jeweils mindestens 5 Generationen vernichtet werden.
Deshalb braucht es für eine Wiederherstellung der früheren Fisch-Bestände Besatzfische von mindestens 3-4 Generationen.
Weil diese diese von den kantonalen und vom Steuerzahler bezahlten Fischzuchtanlagen aber nicht produziert werden können, schreiben gewisse Kantone zu ihrer Legitimation vor, dass man nur Brut einsetzen darf, weil diese angeblich besser seien als grössere Fische!

Es hat sich aber gezeigt, dass diese Bewirtschaftungsart sich höchsten in Wiesenbächen für eine Neubewirtschaftung eignet und man ausserdem gewillt ist, nachher mindestens drei Jahre mit dem Fischen zu warten. Dies ist für die Fischer jedoch ein unzumutbarer Zustand.
Deshalb braucht es länger je mehr wieder die Schweizer Fischzüchter, denn nur sie sind in der Lage, einwandfreie Besatzfische in allen benötigten Grössen zu produzieren und zu liefern.



Warnung vor Hormonen im Wasser

BUWAL und EAWAG-Studie über hormonaktive Stoffe im Wasser April 1999

Diese Studie kommt zum Schluss, dass hormonaktive Stoffe im Wasser zu Wachstumsstörungen führen könne. Obwohl dies eine reine Annahme der Wissenschafter ist, hat das BUWAL vorsorglicherweise mit der Industrie Verhandlungen aufgenommen, dass diese freiwillig auf die reinigungsaktiven Nonylphenole in Waschmitteln verzichtet.
Für Kleiderwaschmittel in den chemischen Reinigungen besteht bereits ein Verbot.

In Bezug auf die in den Medien verbreitete These, wonach diese Stoffe am Rückgang der Fische in unseren Gewässern schuld sei, glaubt der Präsident des Verbandes Schweizer Fischzüchter VSF aber nicht an diese Studie.

Dies hauptsächlich aus folgenden Gründen:

Würden die Aussagen der Studienverfasser zutreffen, dass bei uns im Quellgebiet der europäischen Flüsse der Rückgang der Forellen mit diesem Problem zusammenhängen, warum gibt es dann am Ende dieser Flüsse wie etwa die r Ostsee überhaupt noch Jungfische?
Die zur Diskussion stehenden und ins Wasser eingebrachten Schadstoffe lagern sich im Gegensatz zu den Schwermetallen auf den hunderten von Kilometern ja nicht ab, sondern sie kumulieren sich.
Warum also können z.B. in Holland, wo das Flusswasser so schlecht ist, dass es sogar für die Gärtnereien aufbereitet werden muss, überhaupt noch Fische gezüchtet werden?

Nicht dass wir die negativen Einflüsse dieser Stoffe im Wasser verharmlosen wollen, im Gegenteil, sie gehören unserer Meinung nach gar nichts ins Wasser. Bei der ganzen Diskussion vergisst man nämlich, dass es sich schlussendlich um unser Trinkwasser handelt!

Diese Meinung hat der VSF dem Bundesrat aber schon vor der Einführung der Waschmittelverordnung mittels einer Einsprache während der Vernehmlassung zu diesem Gesetz vertreten.
Die gleichen Kreise, die heute die Schuld am Rückgang der Fische in unseren Gewässern zu ergründen suchen, haben seinerzeit nämlich ein Phosphat-Verbot in Waschmitteln gefordert.
Die Phosphate waren aber keine Gifte, sondern "nur" Düngemittel, welche zwar den Nachteil hatten, den Pflanzenwuchs in den Gewässern zu fördern, aber sie hatten auch den Vorteil, für die Fische Nahrung und Unterschlupf zu bieten. Sie verlangten deshalb, die Phosphate zu verbieten und durch andere Substanzen zu ersetzen.

Der VSF hat deshalb davor gewarnt, bei den Waschmitteln die Phosphate durch Nonylphenole zu ersetzen, weil diese für die Fische giftig seien!
Diese Warnung wurde mit einem Gutachten von Dr.sc.nat.dipl.Ing.Chem. Ernst Rohrer, Buchs/SG belegt, welches er im Namen des VSF erstellt hatte. Das Gutachten war das Resultat einer praktischen und nachvollziehbaren Versuchsreihe. In dieser Stellungsnahme haben wir auf diese Versuche und deren eindeutige Resultate hingewiesen und mit aller Deutlichkeit vor den Folgen gewarnt.

Doch wie so oft in Fischerei-Belangen, wurden wir Fischzüchter vom BUWAL
und der EAWAG einfach negiert.
Streng genommen müsste man deshalb diese Institutionen wegen Gewässervergiftung einklagen!

Es kann deshalb nicht genug darauf hingewiesen werden, dass diesen Institutionen eine Zusammenarbeit mit den Kreisen, welche im Zusammenhang mit Fischzucht, Gewässerbewirtschaftungs-Massnahmen und Gewässerverbauungen eine bald 150-jährige Erfahrung aufweisen, sehr wohl anstehen würden!
Dies insbesondere darum, weil beide Institutionen ja mit Geldern der Steuerzahler arbeiten.



Fische der kleinen Emme im Ueberlebenskampf

NLZ vom 10-4.2000

Intensiv mit dem Zustand der kleinen Emme, mit 60 Kilometern der längste Fluss des Kantons Luzern, befasste sich Pius Stadelmann von Luzerner Amt für Umweltschutz.
<<Während der Fluss im oberen Teil bis Werthenstein mehrheitlich durch ein naturnahes Flussbett fliesst, sind im unteren Abschnitt rund drei Viertel des Fliessgewässers künstlich angelegt. Als verhängnisvoll erweisen sich die 21 hohen Schwellen, die eine durchgehende Fischpopulatiion schlicht verunmöglichen.>>
Die kleine Emme braucht gemäss Stadelmann ein ökologisches Leitbild mit genau definierten Entwicklungszielen. <<Um wieder eine durchgehende Fischpopulation in der kleinen Emme zu gewährleisten, müssen neu Fischtreppen gebaut und parallel dazu standortgerechte Fischeinsätze bewerkstelligt werden>>, forderte Stadelmann an der Delegiertenversammlung der Fischer in Oberkirch.

Kommentar:

Pius Stadelmann hat offenbar keine Kenntnis von den Fischereiverhältnissen in der kleinen Emme vor rund 50 Jahren, als die Firma Geistlich in Wolhusen noch Knochen verarbeitete. Damals konnte man bei Niedrigwasser fast auf den Rücken der Fische über die Emme laufen, obwohl die Fluss-Schwellen schon damals bestanden haben. Die einzige unüberwindbare Schwelle liegt übrigens in Wolhusen, aber trotzdem hatte es im hinteren Teil sehr viele Fische.
Ich halte nicht viel von den in Mode gekommenen "ökologischen Leitbildern" in der Fischerei, welche in der Regel von selbsternannten Fischereifachleuten stammen, denn viele der Gründe für die heutigen Fischereiverhältnisse stammen aus solchen Küchen!
Rolf König



Was hat der Wolf und der Luchs mit Forellen zu tun?

Unter dem Titel <<Todesurteil für Walliser Wolf - Neun Schafe gerissen>> schreibt die NLZ: :<Der Wolf wird zum Abschuss frei gegeben, weil er sein Limit um zwei Tiere übertroffen hat, nachdem er bereits letztes Jahr rund 300 Tiere gerissen hatte!>
Hinter dieser lapidaren Mitteilung versteckt sich die traurige Wahrheit, dass bei uns ein kleiner Kreis darüber bestimmt, wieviel materielle Schäden der Bevölkerung zugemutet werden muss.

Aber was hat diese Meldung mit der Fischerei zu tun? Alle drei "armen" und nach Meinung des Buwal schützenswerten Tierarten werden vom BUWAL "bewirtschaftet", aber die Folgen dieser "Betreuung" hat das Volk zu tragen und bei allen drei Tierarten wird von Biolologen über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden, was in der Schweiz getan werden darf oder nicht.
Jetzt wird in diesen Kreisen gar noch von der Wiederansiedelung der Bären gesprochen! Man darf also gespannt auf die Wiederansiedelung der Sauriers durch diese Kreise warten!

Dazu werden bei überforderten Politikern von einer Minderheit Gesetze und Verordnungen durchgewürgt, welche den geordneten Betrieb vieler Existenzen und Tätigkeiten stören oder vernichten, die z.T. während Jahrhunderten aufgebaut wurden, wie etwa die Fischzucht, die unter hirnrissigen Verordnungen und Graureiher- und Kormoranplagen zu leiden hat.

All diese Schikanen finden mit Steuergeldern derer statt, die schlussendlich unter dieser willkürlichen Politik des BUWAL und seiner selbstherrlichen Biologen zu leiden haben. Dies ist Perversion in Reinkultur!

Wie lange können wir uns solche Institutionen noch leisten? Wann kehrt in der Politik die Vernunft ein?



Exoten gefährden heimische Fische (Tages-Anzeiger 27.Juli 2000)

Sehr geehrte Redaktion,
sehr geehrter Herr Habegger,

Der Verband Schweizer Fischzüchter sieht sich gezwungen, gegen den oben erwähnten Artikel mit aller Entschiedenheit Stellung zu nehmen, weil der Titel <<Exoten gefährden heimische Fische>> eine unbelegte abstruse Behauptung einiger selbsternannten "Fischerei-Sachverständigen" ist.
Sie ist nicht nur eine üble Nachrede auf unsere seit 150 Jahren gezüchteten Regenbogenforellen in der Schweiz, sondern auch noch kreditschädigend für unseren Berufsstand.
Wir attestieren Ihnen einerseits zwar eine umfangreiche Recherche zu Ihrem Artikel, müssen Ihnen aber zugleich vorwerfen, dass Sie sich zu stark auf die Argumentationen der Befürwortern des Schweizerischen Fischereigesetzes und Gegner der Regenbogenforelle abgestützt haben.

Das einzige was in Ihrem Bericht mit Sicherheit stimmt ist die Tatsache, dass in den letzten zwanzig Jahren der Ertrag katasprophal gesunken ist.
Der Grund dafür sind aber nicht die Regenbogenforellen, sondern der Beginn der verfehlten staatlichen Bewirtschaftungspolitik durch das Buwal, denn bis zu diesem Zeitpunkt waren die Erträge ja steigend.
Da durch die gemischte Bewirtschaftung mit Regenbogen, Bachforellen und Aeschen in vielen Gewässern bis zu diesem Zeitpunkt die Erträge ja steigend waren, ist Ihre Aussage und die des Buwal, wohl mit aller Deutlichkeit widerlegt!

Die Fischzüchter würden vom Buwal lieber gerne wissen, warum denn "ihre" Bachforellen-Wirtschaft in Bächen die noch nie eine Regenbogenforelle gesehen haben, der Ertrag ebenso zusammengefallen ist wie in den mit Regenbogen "verunreinigten" Gewässern?

Die Untersuchung im Einzugsgebiet des Bodensee durch Josef Peter war seine Doktorarbeit, welche er nach dem Motto: Reim dich oder ich schlag dich, durchgeführt hat.
Dank Unkenntnis seiner Vorgesetzten und des Buwal wurde diese Arbeit schlussendlich als sacrosanct erklärt, obwohl sie von uns seit Bekanntwerden widerlegt und bekämpft wurde. Sie wird ja nicht einmal von den Nachbarländern anerkannt!

Die von Ihnen zitierte Studie aus Neuseeland kann deshalb nicht auf die Schweiz adaptiert werden, weil es sich bei diesen "Regenbogenforellen" um eine ganz andere Form handelt, als sie in der Schweiz seit über hundert Jahren gezüchtet wird. (Es gibt ca. 30 versch. Arten in dieser Familie)

Auch die Studie des oesterreichischen Zoologen Franz Uiblein ist ebenfalls reichlich an den Haaren herbeigezogen, denn Salmoniden sind und bleiben Raubfische die von "Kollegen" leben, ob es diesen "Fachleuten " passst oder nicht.

Im Weitern steht es Ihren "Fischerei-Informatikern" aus dem Buwal sehr schlecht an, wenn sie aus der Tatsache, dass rund 90% aller Speiseforellen aus dem Ausland kommen,davon ableiten, dass die eingesetzten Regenbogenforellen den gleichen Ursprung haben. Dies insbesondere darum, weil der Staat mittlerweile zum grössten Importeur von ausländischen Fischeiern geworden ist!

Schlussendlich sei noch erwähnt, dass "Fischnetz" ganz offensichtlich keineswegs an einer wahren Grundlagenforschung interessiert ist, weil sich dann die Aussagen und Kritiken der Fischzüchter bewahrheiten würden.
Deshalb haben sie den wirklichen Fachleuten in Sachen Zucht und Bewirtschaftung auch keinen Einsitz in dieser Kommission gegeben. Erst nach einer weiteren Intervention beim Bundesrat durch die Fischzüchter, wurde ihnen ein "Beobachterstatus" eingeräumt, der je nach Lust und Laune eingeladen werden kann. (Aussage Buwal: bei Bedarf!)
Es ist bedenklich, dass der Staat nach rund 20-jährigen Misswirtschaft schlussendlich ein Projekt lancieren und finanzieren muss, um das Resultat ihrer "Arbeit" schlussendlich zu legitimieren. Denn es ist offensichtlich, dass das Buwal am liebsten keine Bewirtschaftung der Gewässer mehr erlauben möchte, sondern die öffentlichen Gewässer zur Spielwiese der Bio-Oeko- und Zoologen machen will. Deshalb ist ja die Frage der Bewirtschaftung nur ein Nebenaspekt dieses "Beschäftigung-Programmes", genannt Fischnetz!

Es würde dem Tagesanzeiger also gut anstehen, wenn er sich das nächste Mal beim Thema Fischerei-Bewirtschaftung auch bei wirklichen Fachleuten erkundigen würde.
Dabei könnte ihm ein Besuch unserer Internetseite sehr hilfreich sein, denn dort ist der Werdegang unserer katastrophalen Bewirtschaftungspolitik des Buwal auf eindrückliche Weise dokumentiert.

Mit freundlichen Grüssen

Rolf König, Präsident Schweizer Fischzüchter

<<www.fischzuechter.ch>>



Immer mehr Exoten im Rhein

sda. Im Rhein leben immer mehr Zuwanderer aus exotischen Ländern, darunter Krebse aus dem Schwarzen Meer und südostasiatische Muscheln. Dies haben Proben ergeben, die an 9 verschiedenen Standorten am Hochrhein genommen wurden.

Aus früheren Untersuchungen war bekannt, dass der ursprünglich im Schwarzmeerraum heimische Schlickkrebs -ein Millimetertier wie der hiesige Bachflohkrebs- sich seit etwa 1995 am Hochrhein ausbreitet. Er dürfte über Schifffahrtskanäle zugewandert sein und bedrängt nun einheimische Arten.

Seit etwa 1992 werden Körbchenmuscheln am Rhein nachgewiesen, die sonst im Kaspischen Meer, Vorderasien und dem Nil leben. Weitere Neuzuwanderer sind etwa Schwarzmeerflohkrebse (1998) oder eine Donau-Assel (1999). Ein Grund: Der 1993 fertiggestellte Main-Donau-Kanal verbindet zuvor getrennte Gewässersysteme.

VSF-Kommentar:
Da gibt es doch tatsächlich Institutionen, die sich Sorgen über die Ausbreitung von Ueberlebenskünstlern in der Natur machen, es aber durchaus normal finden, wenn die Spezie Mensch mit all seinen Seuchen unter allen Rassen wild vermischt!



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