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INFO'S

In unserem Sekretariat häufen sich Anfragen und Beschwerden von Fischern über die neuesten Entwicklungen in der Schweizer Bewirtschaftungspolitik. Viele Vereine fühlen sich vor den Kopf gestossen, wenn ihnen heute von offiziellen Stellen ihre langjährige erfolgreiche Bewirtschaftertätigkeit eingeschränkt oder gar verboten wird. Das zum Teil arrogante Auftreten einiger jungen "Fachleute" empfinden viele, in Anbetracht ihrer bisherigen Leistungen, als Schlag ins Gesicht. Da der VSF aus personellen und finanziellen Gründen unmöglich auf alle Fragen eintreten kann, möchte ich mit diesem Beitrag dazu beitragen, dass wieder miteinander geredet wird, und die gemeinsamen Erkenntnisse dazu verwendet werden, die Zukunft in der Bewirtschaftung zu gestalten. Diese soll wieder vermehrt in die Hände Privater gelegt werden, da diese auch die Konsequenzen zu tragen haben. Es ist völlig untragbar, dass unsere junge Fischereiwissenschaft, ihre zum Teil äusserst mühsamen Gehversuche auf den Köpfen der Fischer ausführt.

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Ich will dabei festhalten, dass es hier nicht darum geht, einzelne Schuldige anzuprangern, sondern eine äusserst bedenkliche Entwicklung in vernünftige Bahnen zu lenken. Ich möchte viel mehr, dass nicht nur von einer Wende gesprochen wird, sondern auch die Politik geändert wird, die dazu geführt hat. Es befriedigt mich keineswegs, heute darauf hinweisen zu können, dass wir uns immer gegen einen staatlichen Eingriff in der Bewirtschaftung ausgesprochen haben, weil wir diese Entwicklung vorausgesehen haben. Stellvertretend für diese Betroffenen wende ich mich an die zuständigen Instanzen mit der Aufforderung, von ihren Thronen zu steigen, und sich wieder unter das Volk zu begeben. Es geht heute darum, dass ein gemeinsamer Dialog stattfindet, und auch die Basis (sprich Fischer) anzuhören, denn auch unstudierte Leute haben manchmal gute Ideen !!! Zum bessern Verständnis beginne ich mit einer Rückblende in die Geschichte der Fischzucht und der Entstehung der Gewässerbewirtschaftung, bevor ich mich der aktuellen Situation widme.

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Die Anfänge der Fischzucht wurden vom römischen Schriftsteller PLINIUS im Jahre 58 n.Chr. erwähnt, welcher von einem SERGIUS berichtete, welcher in Rom Fischteiche erbaut haben soll. Aber bereits zu Lebzeiten CICEROS (106-43 v.Chr.) hatten reiche Römer eigene Fischteiche, in welchen sie junge Meeresfische hielten, welche sie mittels Schleusen gefangen hatten. Den eigentlichen Aufschwung erlebte die Fischzucht mit der Karpfenzucht, welche ihren Ursprung im untern Donaugebiet haben dürfte. KARL DER GROSSE ordnete im Jahre 812 folgendes an.

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